Der Pinzgau ist, auch wenn durch die ständige Abwanderung von Menschen aus der Landwirtschaft in andere Wirtschaftsbereiche die landwirtschaftliche Bevölkerung längst zu einer Minderheit geworden ist, immer noch geprägt von dem Fleiß jener Menschen, die diesen Bezirk bis an die Grenzen des ewigen Eises seit Jahrhunderten besiedeln und als Kulturland erhalten.

Das Limberggut im Jahre 1896



Gerade das "Limberggut", dessen Geschichte sich weit zurückverfolgen lässt, wird seit vielen Generationen von einem zähen Menschenschlag besiedelt und bewirtschaftet. Das Gut "Lintberch" gehörte bis 1219 dem Pfalzgrafen Rapozo, das er vom Erzbischof von Salzburg zu Lehen erhalten hatte.

Er vertauschte das Gut an das Kloster Högelwört in Bayern - eine Gründung der Grafen von Plain - die bis 1228 die Grafenschaft im Pinzgau in Anspruch nahmen. Die umfangreichen Güter wurden vom Kloster nicht selbst bewirtschaftet, sondern waren zu Erbrecht ausgegeben und die Bauern mußten einen angemessenen Betrag in Geld oder Naturalien leisten.


Das Zu- oder Mühlhäusl
im Jahre 1896


Die Namen der ältesten Erbrechtsbesitzer des Limberghofes sind unbekannt. Die "Limberger", nach ihnen ist auch die Limbergalm in Kaprun benannt dürften um 1600 ausgestorben sein.Wie urkundlich nachgewiesen wurde, befindet sich das Gut seit dem Jahre 1654 in ununterbrochener Folge im Eigentum der Dürlinger, ein bodenständiges Pinzgauer Geschlecht, das von "Dürling in der Glem" herstammt. Ein Vorfahre war auch der Historiker Vik. Josef Dürlinger (1805 - 1867), bekannt durch seine Pinzgauer Chronik oder auch "Dürlinger Chronik" genannt.